Es war an meinem letzten Arbeitstag bei OTTO, da rief mich eine Mitarbeiterin zu sich ins Büro: "Dirk, komm mal mit, ich muss dir unbedingt was zeigen!" Ich folgte und beobachtete, wie sie sich ein Platt Papier und einen Marker schnappte und meinte: "Pass mal auf, ich wollte dir mal kurz zeigen, was hier eigentlich passiert ist".
Sie zeichnete dieses:

Dazu erklärte sie: "Kuck mal, das hier, das ist der Tanker OTTO. Ein mächtig großes Schiff. Und der fährt ganz gemütlich in die Richtung, in die er schon immer gefahren bist".
Mit wenigen Strichen wurde die Zeichnung dann ergänzt:

"Und das da, das bist du. In deinem Ruderboot. Und du versuchst und versucht, die Fahrtrichtung des Tankers zu verändern, indem du immer wieder dagegen drückst."
Wieder ein paar Striche:

"Und tatsächlich bewegt sich der Tanker auch ein kleines bisschen!"
Doch nun malte sie einen Kasten um das Bild:

Die Erklärung dazu: "Aber was du nicht wusstest: Der Tanker schwimmt gar nicht auf dem offenen Meer. Sondern in einem Swimming Pool!"
Und so wurde die Zeichnung vervollständigt:

"Und dieser Swimming Pool, der befindet sich auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff, der MS Konzern. Tja, und der fährt halt immer noch in die gleiche Richtung!"
Ich muss zugeben, ich habe noch nie eine so zutreffende Visualisierung der Unflexibilität in Konzernen gehört oder gesehen. Es stimmt nämlich: Wenn man wirklich die Richtung ändern will, dann geht das nur auf der Brücke des übergeordneten Systems.
Sie zeichnete dieses:

Dazu erklärte sie: "Kuck mal, das hier, das ist der Tanker OTTO. Ein mächtig großes Schiff. Und der fährt ganz gemütlich in die Richtung, in die er schon immer gefahren bist".
Mit wenigen Strichen wurde die Zeichnung dann ergänzt:

"Und das da, das bist du. In deinem Ruderboot. Und du versuchst und versucht, die Fahrtrichtung des Tankers zu verändern, indem du immer wieder dagegen drückst."
Wieder ein paar Striche:

"Und tatsächlich bewegt sich der Tanker auch ein kleines bisschen!"
Doch nun malte sie einen Kasten um das Bild:

Die Erklärung dazu: "Aber was du nicht wusstest: Der Tanker schwimmt gar nicht auf dem offenen Meer. Sondern in einem Swimming Pool!"
Und so wurde die Zeichnung vervollständigt:

"Und dieser Swimming Pool, der befindet sich auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff, der MS Konzern. Tja, und der fährt halt immer noch in die gleiche Richtung!"
Ich muss zugeben, ich habe noch nie eine so zutreffende Visualisierung der Unflexibilität in Konzernen gehört oder gesehen. Es stimmt nämlich: Wenn man wirklich die Richtung ändern will, dann geht das nur auf der Brücke des übergeordneten Systems.




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